Aktueller Kram:

Die Deutsche Bahn AG hat mit netzpolitik.org ein Weblog abgemahnt. Nun steckt Markus ein wenig in der Klemme. Wenn also jemand rechtlich firm ist, und irgendwie zu glimpflichem Ausgang beitragen kann und möchte, der mag doch bitte hier nachsehen, und sich mit Markus in Verbindung setzen.

Das Streitobjekt: Ein auf netzpolitik.org veröffentlichtes internes Memo der Bahn zur Mitarbeiter-Rasterfahndungsaffäre, die in den letzten Tagen durch sämtliche Medien ging.

UPDATE

Mittlerweile greift der sog. Streisand-Effekt. Was verhindert werden sollte (von der Bahn), nämlich das übermäßige Publik-Werden des heiklen Memos, ist jetzt erst recht eingetreten. Mittlerweile ist das PDF auf diversen Tauschbörsen verteilt und an wikileaks weitergereicht worden. Nach zwei Stunden finden sich auf netzpolitik.org knapp hundert Kommentare und Trackbacks. Also wenn morgen nicht der halbe Planet bescheid weiß … Es wurden Pläne geschmiedet, rechtliche Hilfe eingeholt, sogar ein Rettungsfonds für abgemahnte Blogger wurde angedacht. Ob das allerdings was bringt? Die Einrichtung eines Fonds signalisiert immerhin zumindest mäßige bereitschaft, zu zahlen. Vielleicht das völlig falsche Signal? Auf

Vielleicht sollte jemand mal unseren großen Konzernen das Internet erklären? Mir fallen durchaus Unternehmen ein, die für dermaßen erfolgreiche virale Verbreitung eines Themas ihre Schwiegermutter verkaufen würden.

Mal sehen, wie das nu weitergeht. In der Blogosphäre und auf Twitter zeichnet sich zwar eine durchweg kompromisslos solidarische Haltung ab, jedoch gab es auch schon kritische Stimmen bezüglich der initialen Veröffentlichung des Dokuments. Schließlich sind bestimmte Sachen eben intern, auch wenn die Allgemeinheit ein großes Interesse haben könnte. Aber das hat die Allgemeinheit auch beim 5Jahres-Business-Plan von Apple … Ich schätze, Markus wäre gut damit beraten, erstmal das Dokument sowie den Abmahnungstext von seinem Blog zu entfernen. Sicherungskopien und Screenshots von der Geschichte gibt es bestimmt genug mittlerweile.



 
  1. [...] Deutschlands. Es dauerte nicht lange und zig Blogs schrieben darüber, Markus wurde interviewed und einige Internet Zeitungen – nicht nur aus Deutschland – berichteten eifrig. Selbstverständlich [...]