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Badass Teenage Nicotine Hero Turtle

Herr Yun lebt in Jilin. Das ist in China. Und Herr Yun hat ein Haustier. Eines Tages steckte er seinem kleinen Racker eine Zigarette ins Maul und die Kröte begann zu rauchen. Mittlerweile ist das Tier leider abhängig, und süchtelt jedesmal rum, wenn Herr Yun sich eine ansteckt. Badass!

rauchende Schildkröte

Durchwinken

Freedom Stick

(Bild: CCC)

Was ja momentan eh in aller Munde ist, ist die Internetzensurproblematik in China. Kurz vor den olympischen Spielen schaltet sich jetzt auch der Chaos Computer Club (CCC) mit ein. Bekannt durch kritische Beobachtung technischer Entwicklungen und Verfechtung der Informationsfreiheit hat der CCC die Seite Chinese Wall im Angebot. Hier wird in (wie ich finde) toller Art und Weise das Problem und die Hintergründe der Internetzensur erklärt.

Als kleinen Bonus obendrauf gibts eine Erklärung des Freedom USB-Sticks. Dieser stellt eine recht einfache Möglichkeit für jedermann dar, über das zensurfreie Tor-Netz (Erklärung bei Wikipedia) im Internet zu werkeln. Den Download, den man sich auf jeden handelsüblichen USB-Plöppel laden kann, gibts auch, zusammen mit einem Tutorial, wie man damit ins Tor-Netz verbindet.

Eigentlich ist ja klar, an welche Berufsgruppe sich das richtet, und ich finde das gut.

UPDATE: In Robert Basics Speaker’s Corner kam Oliver zu Wort. Sein Beitrag ist durchaus einen Blick wert, zumal er an der Chinese-Wall-Seite und dem Freedom-Stick mitgearbeitet hat.

Unfrei

Völlig überraschend eigentlich klar war, dass während der Olympischen Spiele die Berichterstattung – anders als von Chinas Oberköppen geheuchelt versprochen – doch nur mal wieder über ein zensiertes Internet stattfindet.

Ursprünglich und vom IOC angekündigt und großspurig herausposaunt war eine freie Berichterstattung nach westlichen Maßstäben. Was davon übrig bleibt, werden die Spiele zeigen. Die Chinesen verstehen unter ‘frei’ dann wohl unzensierte Nahaufnahmen der Sportlerhintern bei den Gehwettkämpfen?

Wie auch immer. Dass man auf das Gelaber Wort eines kommunistischen Staats nicht viel geben sollte, ist spätestens jetzt hinreichend bekannt. Dieser Umstand wird die Diskussion über Boykotte weiter anheizen. Wobei es an der zeit wäre, nicht über Boykott seitens der Athleten, sondern der Weltpresse zu diskutieren. Der ganzen Show, vorgegaukelten Idylle und Freude darf einfach keine Plattform geboten werden. Sollen die Chinesen doch ihr Olympia-Separee haben. Den Sportlern wärs wurscht, denn Dabeisein ist ja bekanntlich alles ;)