Schon immer hat die ahnungslose breite Masse Microsoft-Produkte genutzt. Manche wissen es nicht besser, manche kommen nicht umhin (Büro), aber irgendwie hat jeder schon mal Outlook benutzt. Vielen, die mit dem Mailversand beruflich zu tun haben, ist Outlook ein Dorn im Auge. und ich meine nicht die Personen, die unbedingt Diagramme und Exceltabellen versenden wollen.
Seit Office in der Version 2003 verwendet Outlook die Engine von Microsoft Word, um HTML-Mails zu rendern. Das ist rein theoretisch ungefähr so sinnvoll, wie das Anschauen von Webseiten mit Word, statt mit einem richtigen Browser. Die letzte Version von Outlook, die HTML-Mails mit CSS-Styling richtig anzeigen konnte, war Outlook 2000. Nun steht die Betaversion von Outlook 2010 in den Startlöchern, und Entwickler und Professionelle mussten mit Entsetzen feststellen, dass Microsoft wiederholt die Word-Engine verbaut. Einen direkten Vergleich einer HTML-mail in den Versionen 2000 und 2010 seht Ihr auf folgendem Bild:
Microsoft scheint einfach kein Interesse daran zu haben, sich an gängige Web-Standards zu halten. Ähnliches kann man sogar beim Internet Explorer sehen. Dieser ist für Webentwickler ein richtiger Schmerz im Arsch (wie der Ami zu sagen pflegt), und erfordert in den schlimmsten Fällen stundenlanges Fehlersuchen und -fixen, manchmal sogar ein alternatives Stylesheet.
Eine Initiative, die Microsoft dazu bewegen möchte, den Plan mit der Rendering-Engine zu überdenken, ist fixoutlook.org. Dort wird dazu aufgerufen, per Twitter das heilige Wort der W3C-Konformität zu verbreiten, und Microsoft zu zeigen, dass der derzeitige Plan nicht so das Gelbe vom Ei ist. Mittlerweile hat Microsoft eine Antwort darauf im Outlook Team Blog verfasst, die allerdings auch nicht wirklich zufriedenstellend ist.
Wer mitmachen möchte: Einfach einen Tweet verfassen, und die URL http://fixoutlook.org mit reinschreiben. Outlook is bad, baby.
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Das Designtagebuch schreibt über Design vom Discounter. Das wollte ich mal selbst sehen und hab mal bei unser aller Lieblings-Handwerker-Auktion nachgesehen, aus welcher Gosse man die Preisgestaltung fischen darf.
Manche Auftraggeber weisen immerhin noch darauf hin, dass die erstellten Daten frei von Rechten Dritter sein sollen, aber mal im Ernst: Beschäftigt sich jemand, der ein Logo für 40 EUR erstellt, mit der Lizenzierung von Schriftarten? Hat so jemand allen Ernstes entsprechend Softwarelizenzen bezahlt? Ich weiß gar nicht wie das rechtlich aussieht, aber anscheinend lohnt es sich bald eher, sich auf Schriftschnittgangster zu konzentrieren anstatt auf Raubkopierer. “Three strikes and you’re out of myhammer”. Oder so. In der Diskussion dazu fand ich einen Beitrag von Mike, der mir echt mal wieder den Tag gerettet hat:
Slicen die auch völlig risikolos MSPaint nach HTML, inklusive blink-tag?
Viele Designer versuchen ja heutzutage krampfhaft, unendlich krasse Seiten zu Zimmern, ohne Sinn für Präsentation und Benutzerführung. prinzipiell erlebt man heutzutage das traurige Ende des white space (wobei dieser natürlich nicht zwangsläufig weiß sein muss, aber eben leer sein sollte). Ganz toll macht das hingegen Bell Canada. einfach mal draufschauen und auf sich wirken lassen.