Tatsächlich ist jetzt auch eine Einladung zu Google Wave bei mir eingetrudelt. ich hatte ja schon gemutmaßt, dass man Brüste braucht, um eine zu bekommen. Ach, egal. Jetzt hab ich mich jedenfalls gestern Abend noch ein bisschen eingehender damit beschäftigt, und bin relativ begeistert. Wer noch nicht weiß, was Wave eigentlich ist, der ziehe sich folgendes Bewegtbildwerk rein:
Eine Welle machen
Klar, Wenn man so hochgestochene Erwartungen teilt, Wave würde in absehbarer Zeit die gesamte Kommunikation revolutionieren, der ist leicht schief gewickelt, aber ich glaube, dass Google Wave (zum Glück) einfach mal mutig vorangeht, und zeigt, was möglich ist, und wie Kommunikation und Zusammenarbeit in Zukunft aussehen könnte.
Ich vergleiche derlei experimentellen Kram immer gerne mit den Fahrzeugstudien, die die Automobilindustrie für Messen und Ausstellungen hervorbringt. Die werden so nicht in Serie gehen, aber geben einen deutlichen Fingerzeig, in welche Richtung es gehen soll/kann. Na gut, ein wenig hinkt der Vergleich. Die Google-Tools gehen ja meist später schon in der Form irgendwann in die breite Masse. aber das netz ist ja nun auch ein wenig schnelllebiger als die Autobranche.
Lobhudeln
Ich jedenfalls habe gestern schon ein wenig rumgewavt (wird Zeit, dass das so in den Duden kommt), und bin ziemlich angetan. und das aus mehreren einfachen Gründen:
- Das Interface ist sensationell intuitiv und sehr übersichtlich
- Die Kommunikation ist sauschnell
- Die Schnittstellen funktionieren einwandfrei, genauso die kleinen Tools und Helferlein
- Wave ist deutlich erwachsener, als man vermuten würde. Wer einen bunten neuen Chatclient zum rumalbern sucht, wird enttäuscht. Das Teil ist einfach zu praktisch und zu sehr auf Teamkommunikation ausgelegt.
Google Wave ins Blog integrieren
Was ich jedem Blogger noch ans Herz legen möchte ist ein grandioses WordPress-Plugin namens Wavr. Mit dem ist es möglich, eine Wave in einen Blogpost oder eine statische Seite einzubinden. So lässt sich bequem live bloggen, und gleichzeitig Feedback abholen. Zu sehen ist das Ganze hier schon unter “Die Welle“. Einziger Nachteil: Sehen kann das nur, wer auch schon einen Wave-Account hat. Aber ich bin zuversichtlich, dass es demnächst neuere und bessere Plugins geben wird, die die Inhalte dann für jeden zugänglich und gleichzeitig für Waver bearbeitbar machen können.
Erweitern
Toll sind ein paar nützliche Tools, die hier als Liste einsehbar sind. Von Spielen wie Sudoku, Schach und Backgammon über Chatbots und Übersetzungsdienste bis zu Bots, die leere Blips (Beiträge) automatisch entfernen, lassen sich viele der Tools ganz einfach zum Adressbuch und dadurch als Teilnehmer zur Wave hinzufügen. Dazu haben die Bots eine Mailadresse, die auf @appspot.com endet. Easy as hell. Viel Spaß auf der Welle, sofern ihr drin seid.




