Nein, nicht der Bruno. In München. Da ist es nämlich derzeit so dermaßen voll, dass ich mir schon überlegt hab, Weihnachtsgeschenke im kommenden Jahr schon im Juli zu kaufen. Mit 3 Personen pro Quadratmeter Fußgängerzone ist nicht zu spaßen. Da bekommt man alle drei Meter mal eine Handtasche in die Rippen, Kinderwagen rollen einem über die neuen Schuhe, und gefährlich aussehende Rentner schlagen sich die Wanderabzeichenbeladenen Spazierstöcke um die Ohren. und immer mal wieder zwischendurch begegnet man jemandem, der einfach mal das ausspricht, was alle denken.
So vorgestern geschehen. Ein jüngerer Kerl bleibt plötzlich mitten auf dem Marienplatz stehen und brüllt, wir könnten ihn alle mal. Und ob wir nicht nach Hause wollen, wollte er wissen. Ich selbst fand das sehr befreiend, weil ich auch immer schlechtere Laune kriege, je länger ich mich durch Menschenmassen wühlen muss. Zwar schlendere ich mittlerweile mit einem Lächeln mit dem Strom, aber man hat ja auch nicht immer unendlich Zeit zur Verfügung.
Bis auch dieses Problem gelöst ist (vielleicht begrenzte Eintrittskarten für nicht-Münchner, aber ob da der Handel mitspielt?) muss man sich an Weihnachten eben doch mit den Leuten abfinden. Auch wenns schwerfällt.


