by Jan on Dienstag, Juni 16th, 2009 |
1 Comment | Schlagwörter:Internet, Sperren, Zensur, Zensursula
Es scheint so, als ginge das Gesetz zum Aufbau der Zensur-Infrastruktur im Netz durch. Was bleibt uns übrig? Kann man sich irgendwie schützen? Kann man. Peter Kröner hat dazu ein WordPress-Plugin geschrieben.
Das Plugin greift auf eine Liste zu, in der IP-Adressen von Parteien, Fraktionen und Ministerien abgelegt sind. So bekommen Politiker, die Euer Weblog ansehen wollen, eine von drei mitgelieferten Grafiken zu sehen. Zur Auswahl dabei:
- Meister Schäuble a.k.a Stasi 2.0
- Ursula von der Leyen a.k.a Zensursula
- Das BKA-Stoppschild (spielt sich selbst)
Das Ganze bequem über das WordPress-Backend einzustellen, und über folgende URL zu testen:
http://assiprinz.de/?ich_bin_zensursula=true
Und hier gibts das gute Stück. zensiert zurück!
by Jan on Donnerstag, Januar 15th, 2009 |
2 Comments | Schlagwörter:basicthinking, Blog, Blogger, eBay, Internet
basicthinking geht für die bravouröse Summe von 46.902 € über den Ebay-Tresen. Mittlerweile ist ja auch die press coverage so dermaßen groß, dass man darüber nicht mehr Worte verlieren muss. An dieser Stelle bin ich einfach nur gespannt, was aus dem Projekt wird, auch wenn es vorerst ‘auf Probe’ im Feedreader bleibt.
Glücklicher Gewinner der Auktion ist Serverloft. Was auch immer die tun. Da bin ich mal ganz unwissend jetzt. und da ich auch schon auf dem Weg in die Poofe bin, recherchier ich das jetzt auch nicht.
Sehr fein finde ich allerdings, dass vor Allem Robert den Eindruck macht, dass er mit dem Ausgang der Auktion sehr zufrieden ist. Laut dem offiziellen Beitrag zur Versteigerung arbeitet er einige Monate eng mit dem neuen Team (?) zusammen, und ich vermute jetzt einfach mal ins Blaue hinein, dass sich das ungefähre Themengebiet nicht sonderlich verändern wird. Mal sehen. Jedenfalls ist Robert das Experiment geglückt. Die Welt beschäftigt sich wieder ein bisschen mehr mit dem Phänomen ‘Blog’, und wir lernen, dass viele Vermutungen, wie man den Wert eines Blogs errechnen könnte schlichtweg um Lichtjahre an der Realität vorbeigehen.
Der Wert eines Blogs ist definitiv bei jedem Leser unterschiedlich.
Wer bietet 20 Cent für assiprinz.de?
by Jan on Mittwoch, Januar 14th, 2009 |
No Comments | Schlagwörter:Internet, ISP, Piraterie, Three Strikes
Die Sache mit dem Three-Strikes-Bullshit nimmt langsam Formen an. Unser aller geliebte Frau Zypries will sich mit Internet Service Providern treffen, um die Möglichkeit, Piraten das Netz abzudrehen zu bequatschen. Der René hats im Radio gehört.
Ein paar Unklarheiten gibts da allerdings noch. Einmal wird behauptet, die Rechteinhaber könnten sich an eine Behörde wenden. Ich habe irgendwo jedoch gelesen, dass der Plan etwas anders aussehen soll. So sollen (angeblich) die Rechteinhaber Ermahnungen und Sperren ohne jegliche Kontrollinstanz direkt mit dem ISP durchdrücken können.
Wie René schon so treffend formuliert hat: Was soll das bringen?
1.) das Abwandern des Filesharings in verschlüsselte Technologien, denen man gar nicht mehr Herr werden kann, 2.) die (eigentlich ja jetzt schon, dann aber richtige) Kriminalisierung von Millionen von Kids, 3.) gar nichts.
Besser kann mans nicht ausdrücken. Was so derzeit vor sich geht hat einfach irgendwie den Ponyhof-Charakter verloren. Ich bin ja auch sonst immer recht drastisch, aber so langsam schlittern wir in einen ziemlich beschissenen Zustand, in dem wir allerdings auch irgendwie alles mit uns machen lassen. Wir sind irgendwie paralysiert. Vielleicht ist auch das Internet schuld dran, dass die Menschen nicht mal mehr für ihre Grundrechte auf die Straße gehen, sondern sich lieber in Foren und Blogs ausheulen (So wie ich grade).
by Jan on Freitag, Dezember 12th, 2008 |
No Comments | Schlagwörter:Basteln, Blog, Internet, Usability, WordPress
Ja, auch ich habe endlich umgeschaltet. Auf WordPress 2.7
Was soll ich sagen? Ging sehr reibungslos, alle Plugins laufen wie eine Eins, und nichts ist zerschossen. Und wie man das so mitbekommt, braucht man nie mehr von Hand updaten, dank eingebauter Updatefunktion.
Und sonst? Das Backend ist neu. Mehr kann ich dazu im Moment noch nicht sagen, weil ichs ja erst seit ein paar Minuten laufen hab, und grad wenig Zeit, mich eingehender damit zu beschäftigen. Einen größeren Check gibts dann heute Abend. Was man allerdings schon sagen kann ist, dass das Backend eine Spur langsamer läuft als vorher, kann aber auch am Caching liegen, also den Teufel mal nicht vorm jüngsten Gericht an die Fliegen verfüttern.
by Jan on Freitag, Juli 4th, 2008 |
No Comments | Schlagwörter:Datenraub, Internet, Konten, OpenID, Phishing
Manchmal, ja manchmal sitzt man abends bei einem Glas Wein irgendwo gemütlich in einer Ecke und denkt über sein Leben nach. Und eventuell ist dem ein oder anderen schon mal aufgefallen, dass man im Laufe seines Lebens (dafür muss man nicht sehr alt sein) gerade im Internet eine solche Unmenge an Konten, Benutzernamen und Passwörtern besitzt, dass man selbst nicht mehr durchblickt. ich denke jeder saß schon mal vor irgendeiner Seite, die in der Zwischenzeit das 30. Redesign erfahren hat, und probiert gefühlte hundert Passwörter aus, an die man sich noch dunkel erinnert. Leider liegt der Geburtstag der vor 16 Jahren verstorbenen Katze in gedanklicher Ferne, und man kommt einfach nicht drauf.
Wenn es nach OpenID ginge, gehört sowas der Vergangenheit an. Jeder Mensch auf der Welt braucht theoretisch nur noch eine einzige Identifikation im Netz, die von allen Diensten unterstützt wird und verwendet werden kann. An sich keine schlechte Idee, vor allem wenn laut Markus Caspari vom BusinessMediaBlog auch Soziale Netzwerke auf diesen Zug aufspringen. Und hier beginnt die ganze Sache ein wenig furchteinflößend zu werden. Es ist immerhin Fakt, dass sich in den Weiten des Netzes ziemlich viele “falsche Fuffziger” befinden, die Schindluder mit Daten anderer Menschen treiben.
Bei der herkömmlichen Methode einzelner Accounts kann man Datenraub und -Missbrauch bei rechtzeitigem Erkennen noch wirkungsvoll entgegentreten, beispielsweise durch Angabe einer anderen Mailadresse oder Änderung des Passworts. Was jetzt, Wenn man nur eine ID besitzt? Durch die zentrale Administration der Daten muss jede Anmeldung an irgendeinem beliebigen Dienst über einen OpenID-Server abgewickelt werden. Dort, wo viele sensible Daten zusammenlaufen, ist ein System sehr anfällig für Phishing-Attacken. Klarer Nachteil also. Wer Verfahren für DAUs konzipiert, die sich ihre Passwörter nicht merken, braucht nicht zu hoffen, dass diese DAUs eine Phishing-Attacke erkennen könnten. Darüberhinaus muss man nicht mal hacken, und eine Phishing-Page vor eine offizielle platzieren, man braucht nur eine Seite, die nach interessantem Angebot aussieht, und tausende werden ohne mit dem Mausfinger zu zucken jauchzend und frohlockend ihre Daten preisgeben. Da ist noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten.